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IFIM - NEWS 02 / 2012

 

 

Der Inhalt:

 

- Sagt man eigentlich Malaien oder Malaysier?

- Expatriate Explorer Studie 2011

- Life Achievment Award für Geert Hofstede

- Das Jahr des Wasserdrachen hat begonnen

- Tipp: 17. Filmfestival Türkei / Deutschland von 01.-11. März in Nürnberg

- Seminartermine im Februar, März und April 2012

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Sonstige Hinweise

 


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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

  

 

Sagt man eigentlich Malaien oder Malaysier?

  

Malaysia und Singapur erfreuen sich derzeit bei der deutschen Industrie großer Beliebtheit! Wer die Meldungen der Wirtschaftspresse der letzten Monate verfolgte, kam nicht umhin, eine auffällige Häufung von Investitionen in diese beiden, doch relativ kleinen Ländern zu beobachten. Nachdem schon in den letzten Jahren im Rahmen des Solarenergie-Booms zahlreiche deutschsprachige Firmen dort Produktions- und Entwicklungsstandorte aufgebaut hatten, begann in den vergangenen Monaten eine Serie ungewöhnlicher Großinvestitionen deutscher Konzerne.

Den Auftakt machten in Malaysia die Firmen Infineon mit einem 160 Millionen Euro Investment und Bosch, über deren 520-Millionen-Solarprojekt im Juni berichtet wurde. Es folgten in Singapur Lanxess mit einem 200-Millionen-Kautschukwerk und Evonik mit einer Aminosäureanlage, die sogar 500 Millionen Euro kosten soll. Kurz vor Weihnachten legte dann VW mit der Ankündigung einer Großinvestition beim malaysischen Autobauer Proton nach. Die Großkonzerne scheinen also derzeit besonders große Hoffnungen auf die malaiische Halbinsel als Produktionsstandort zu setzen. Man kann folglich davon ausgehen, dass Ihnen schon bald zahlreiche mittelständische Unternehmen nicht nur als Zulieferer folgen werden. Allein in dem Stadtstadt Singapur sind mittlerweile etwa 1200 deutsche Firmen ansässig, die dort nach Angaben der KfW 8 Milliarden Euro investiert haben. Doch soll es in unserem aktuellen Beitrag nicht um das Verkünden von Investitionssummen und Großaufträgen gehen.

Robert Bosch GmbH in Malaysia - Das Blaupunktwerk in Penang
Bosch-Werk in Penang, Malaysia

Auch wir beim IFIM bemerken seit Monaten eine steigende Nachfrage nach Seminar- und Beratungsleistungen für diese Region. Dennoch erstaunt uns immer wieder ein geradezu dramatisches Missverhältnis: während man in vielen Firmen bereit ist, in Ländern Südostasiens gewaltige Neuinvestitionen zu tätigen, wird bei der Vorbereitung der Mitarbeiter, die dort tätig werden sollen, derzeit gerne der Rotstift angesetzt. Natürlich ist den meisten Chefs und jedem Personalentwickler klar, dass zukünftige Führungskräfte, die ins Ausland entsandt werden und die dort einen Standortaufbau begleiten oder Projekte erfolgreich durchführen sollen, dazu Wissen über die lokalen Rahmenbedingungen brauchen. Wissen also, das weit über die reine Umzugslogistik (Zollbestimmungen, Wohnungsmarkt, Gesundheitsversorgung, Schulen etc...) hinaus und in den Arbeitsbereich hinein geht: wie in anderen Ländern etwa Mitarbeiter ausgebildet, Meetings abgehalten oder Verhandlungen geführt werden, kann schon stark von den mitteleuropäischen Gepflogenheiten abweichen. Gerade in der vorgestellten Region wird dieser Aspekt aber häufig unterschätzt. "Malaysia ist ja nicht China", heißt es dann, fürsorglich ergänzt durch: "… da kommen sie mit Englisch prima zurecht." Und zu Singapur merkt der weitgereiste Chef dann gerne an, dass es dort zuginge wie in der Schweiz und dass das eigentlich eher "Asien light" sei. Warum also Geld und Zeit in die interkulturelle Vorbereitung der zu entsendenden Mitarbeiter investieren?

Dr. Rolf Daufenbach, IFIM-Trainer für Malysia, vor Ort
IFIM-Trainer Dr. Rolf Daufenbach in Malaysia
Womit wir schließlich bei der Überschrift dieses Artikels wären. Den IFIM-Südostasientrainern wird die Frage, ob man die Menschen in Malaysia nun als Malaien oder Malaysier bezeichnet, nämlich in in fast jedem Südostasien-Training gestellt.
Nun ist es weiß Gott keine Bildungslücke, die korrekte Antwort auf diese Frage nicht zu kennen. Bemerkenswert ist nur, dass die, die da fragen, die Region häufig zu kennen glauben, also durchaus auch von solchen Teilnehmern, die schon länger im Projektgeschäft in dieser Region tätig sind und wiederholt vor Ort auf Dienstreise waren, zumindestens aber einen so genannten "Look & See-Trip" absolviert haben, um den Standort auf Lebenstauglichkeit zu überprüfen. Auch eine Wirtschaftsjournalistin, die uns kürzlich anrief, weil sie einen Artikel über die deutschen Aktivitäten in Südostasien schrieb, wollte mal eben wissen, was denn nun korrekt sei: Malaien oder Malaysier?
Als IFIM-Trainer Daufenbach, der lange in der Region gelebt und gearbeitet hat, antwortete, dass beide Bezeichnungen verwendet würden und eine genauere Antwort einiger Erklärungen bedürfe, reagierte sie zunächst ungeduldig.

Diese Ignoranz ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch: Sie verweist weniger auf geopolitische Wissenslücken, als auf die in Zeiten der Globalisierung überraschend geringe Bereitschaft, sich mit lokalen Details auseinanderzusetzen und – im Falle der Unternehmen - das Wissen um diese Details als relevant für die eigenen Aktivitäten zu erkennen und zu bewerten. Im Google-Zeitalter erwartet der Fragende schnelle Informationen auf Knopfdruck und wenn man sie nicht erhält, begnügt man sich halt mit Halbwissen. Vermittler von kulturbezogenen Informationen stehen daher ständig unter Kompressionsdruck: machen sie's bitte kurz, so viel Zeit haben wir nicht, heißt häufig die Anforderung der anfragenden Personalabteilungen! Gefragt ist der schnelle Input oder das interkulturelle Kompaktseminar.

Noch einmal: wir wollen natürlich hier keine individuellen Wissenslücken anprangern, im Gegenteil, unsere Trainer freuen sich über Teilnehmerfragen, weil sie das Seminar interaktiv und damit lebendig machen. Aber ein wenig Raum, für eine brauchbare Antwort muss schon sein, damit der Fragende etwas damit anfangen kann. Und da wir schließlich auch unterschiedliche Kundenerwartungen befriedigen wollen, kommt jetzt für alle die, die sich die Zeit genommen haben, diesen Artikel bis hierher zu lesen, sowohl die schnelle Antwort, als auch die ausführlichere Erklärung: "Malaien" bezeichnen eine Ethnie, "Malaysier" sind die Bürger des Staates Malaysia.

Als 1957 British Malaya in die Unabhängigkeit entlassen wurde, nannte man den neuen Staat Malaysia. Singapur war ein Teil dieses Staates, was man noch an der Endung "sia" erkennen kann. Nur die Hälfte der damals dort lebenden Menschen waren Ureinwohner, hatten also schon seit Jahrhunderten dort gelebt. Diese Bevölkerungsgruppe ist überwiegend moslemisch und wird als Malaien bezeichnet. Die andere Bevölkerungshälfte bildeten ethnische Chinesen (meist Buddhisten) und Inder (meist Hindus), die als Nachkommen von Flüchtlingen, Händlern oder als Gastarbeiter in die Region gekommen waren. Seit Singapur 1965 unabhängig wurde leben also in beiden Staaten Chinesen, Inder und Malaien. Bei letzteren hängt es also von der Staatangehörigkeit ab, ob man sie als "Malaysier" und / oder "Malaien" bezeichnet.
Für jemanden der in Malaysia arbeitet, ist diese Unterscheidung übrigens durchaus relevant, nicht nur im Sinne politischer Korrektheit. Denn Malaien in Malaysia genießen als 'Bumiputra', anders als die dort lebenden Chinesen und Inder, besondere Privilegien, die bei Geschäftsgründungen und Lizenzvergaben, aber auch bei der Einstellung und Behandlung von Mitarbeitern große Bedeutung haben.

Bumiputra-Gesetze in Malaysia

Von daher tut man gut daran, sich mit diesen und vielen anderen Fragen detaillierter auseinander zu setzen, wenn man sich in der Region engagieren möchte. Genau das empfehlen wir den deutschen Groß- und Kleininvestoren, damit ihre südostasiatischen Projekte von Erfolg gekrönt werden!

Hier unser Trainingsangebot zu Malaysia und Singapur:

http://www.ifim.de/seminare/regio/asien/malaysia/ und http://www.ifim.de/seminare/regio/asien/singapur/  

  

 


  

  

  


  

Expatriate Explorer Studie 2011
 

Umfangreiche Expatriate-Studie der Hongkong-Shanghai-Bank

Wie ist das Leben für Expats in Singapur und Südafrika, in den Vereinigten Staaten oder in Vietnam? Immer wieder und mit großer Regelmäßigkeit werden Expatriates nach den Lebens- und Arbeitsbedingungen in ihren jeweiligen Gastländern befragt. Diese Studien unterscheiden sich erheblich in ihrer Methodik, ihrem Fokus, der Anzahl der Befragten und zahlreichen anderen Kriterien. Daher verlässt sich das IFIM nicht auf die Ergebnisse von Befragungen anderer Organisationen, sondern führt regelmäßig eigene Untersuchungen bei Auslandsentsandten durch. Häufig und regelmäßig befragen wir dabei unsere ehemaliger Seminarteilnehmer, also Fach- und Führungskräfte großer und mittlerer deutschsprachiger Unternehmen. Mit den Ergebnissen erhalten wir vor allem in Bezug auf die Arbeitsverhältnisse in den Ländern wichtige Informationen für unsere Seminar- und Beratungstätigkeit und sorgen so dafür, dass unsere Trainer und Berater immer aktuell und relevant informieren.

Wenn die britische HSBC, eine der weltgrößten Banken, ihre jährlichen Expatriate Befragung durchführt, spielen Fragen nach den kulturellen Schwierigkeiten im Arbeitsleben und die Kooperation mit lokalen Geschäftspartnern erfahrungsgemäß eine untergeordnete Rolle. Die Banker interessieren sich vorrangig für die Lebenszufriedenheit und ökonomische Situation dieser Zielgruppe in ihren Gastländern. Recht bemerkenswert sind dabei die Ergebnisse der aktuell veröffentlichten, mittlerweile vierten HSBC-Befragung trotzdem, schon allein wegen des Umfangs der Studie: fast 3500 Expatriates in über 100 Ländern wurden im Rahmen der "Expat Explorer Studie 2011" befragt. Interessant sind sie aber auch aufgrund der ungewöhnlichen und sehr aufwändig gestalteten Präsentation. Denn anders als bei vielen anderen derartigen Befragungen verzichten die Autoren auf ein Ranking oder eine Liste. Wer also erfahren wollte, wo es sich als Expatriate am besten lebt und wo Schwierigkeiten zu befürchten sind, muss sich schon etwas eingehender mit der Materie beschäftigen.
Was nur folgerichtig ist, denn auch Expats setzen bei der Wahl ihres Gastlands, so sie eine Wahl haben, unterschiedliche Prioritäten.


Expatriate Explorer 2011

Der eine will sich einen Lebensstandard leisten, der ihm im Heimatland verwehrt bleibt, andere reizen gute Lebensbedingungen für die Familie oder Naturgegebenheiten (Strände, Berge etc.), die man zuhause nicht vorfindet. Außerdem gibt es Ausschlusskriterien: politische Unruhen, Naturkatastrophen oder schwierige Kommunikationsbedingungen mit den Einheimischen haben schon viele Ausreisewillige zurückschrecken lassen. Man denke nur an den Tsunami im letzten März, der in vielen Firmen zu einem schlagartigen Stopp der Japanentsendungen führte. Von daher war auch den Verfassern der Studie klar, dass eine Bestenliste eigentlich unbrauchbar ist.
Konsequenterweise entschied man sich dafür, den Lesern die Gesamtinformationen zur Verfügung zu stellen und diese dann selbst auswählen zu lassen, welche Kriterien ihnen persönlich wichtig sind. So kann der Leser insgesamt 54 Punkte in den drei Kategorien wirtschaftliche Situation, Erlebnischarakter und Familienfreundlichkeit miteinander vergleichen und für sich und seine Familie einen sehr individuellen Blickwinkel entwickeln. Die dabei dargestellten Ergebnisse werden sehr anschaulich in Grafiken und Schaubildern präsentiert und mit kurzen, erläuternden Artikeln ergänzt. Auch Ländervergleiche können angestellt werden. Man kann also sehr dezidiert die Standards mehrerer Entsendedestinationen einander gegenüberstellen und gewichten, was nicht nur für zukünftige Expatriates hilfreich sein dürfte, sondern auch für die Mitarbeiter von Personalabteilungen, die mit Mitarbeitertransfers befasst sind.

http://www.expatexplorer.hsbc.com

Alle unsere Trainingsangebote zur Auslandsvorbereitung finden Sie hier: www.ifim.de/seminare/

 


  

 

    


  

Life Achievment Award für Geert Hofstede

 

Am 30. März 2012 wird an Geert Hofstede während der 'Petersberger Trainertage' in Königswinter der Preis für sein Lebenswerk vergeben.

Seine Karriere als interkultureller Forscher begann Hofstede in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit einer bahnbrechenden Studie unter mehr als 100.000 IBM –Mitarbeitern in über 50 Ländern. Anhand der empirisch ermittelten Ergebnisse entwickelte er faktorenanalytisch sein Modell der vier (später auf sechs erweiterten) Kulturdimensionen, mit dessen Hilfe er Unterschiede zwischen nationalen Kulturen messbar und nach einem einheitlichen System beschreibbar machte.

Hofstedes Ergebnisse hatten eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Entwicklung interkultureller Forschung, aber auch für die Implementierung interkultureller Trainings in deutschen Unternehmen. In den Führungsebenen vieler weltweit tätiger Unternehmen waren damals noch stärker als heute Naturwissenschaftler und Ingenieure vertreten, die sich oft schwer taten, die Bedeutung kultureller Faktoren anzuerkennen. Dass Hofstede nun 'empirisch erhobene Fakten' präsentieren konnte, half durchaus, 'interkulturelles Management' als seriöses Thema zu etablieren.

www.Geert-Hofstede.com
Prof. Dr. Geert Hofstede

Außerdem nährten seine Dimensionen die Illusion, die Vermittlung 'interkultureller Kompetenz' sei doch recht einfach zu bewerkstelligen: Wenn die Mitarbeiter die inhaltliche Bedeutung der Dimensionen verstanden hätten, könnten sie sich sehr leicht auf die Verhältnisse in einer beliebigen Kultur einstellen: Sie bräuchten einfach nur die Werte des jeweiligen Landes nachzuschlagen und daraus ableiten, welche Vorgehensweisen vor Ort angemessen wären.    
Die Ernüchterung folgte rasch: Unzählige Wissenschaftler begannen, sich am 'Star der Zunft' Hofstede abzuarbeiten. Heute ist der Wert seiner Forschung durchaus umstritten. So schrieb etwa Wilfried Dreyer, Professor für Internationale Handlungskompetenz an der Hochschule Regensburg, 2011 "Die hinter Hofstedes Kulturdimensionen stehende Empirie erweist sich zudem im schlimmsten Fall als Humbug, bestenfalls aber als …. überholt." (Hofstedes Humbug und die Wissenschaftslogik der Idealtypen, S. 93. In: Dreyer, W. und Hößler, U.: Perspektiven interkultureller Kompetenz, Vandenhoek und Ruprecht, Göttingen 2011.)

In der Trainingspraxis zeigte sich schnell, dass Hofstedes Dimensionen viel zu grob sind, um aus Ihnen situationsangemessenes Verhalten ableiten zu können. So lässt sich etwa vermuten, dass in Kulturen mit sehr hoher Power Distance ein partizipativer Führungsstil auf Schwierigkeiten stoßen wird, aber wie dort in konkreten Situationen Chefs und Mitarbeiter angemessen miteinander umgehen, lässt sich eben nicht aus einem Zahlenwert ablesen. Kulturen mit ähnlichen Skalenwerten im mittleren Bereich einer Dimension können sich zudem erheblich unterscheiden, ohne dass dies dem Betrachter der Werte deutlich wird. Ein Universalinstrument zum weltweiten Einsatz ließ sich aus Hofstedes Daten nicht entwickeln.

Dennoch: Geert Hofstede hat die moderne interkulturelle Forschung entscheidend geprägt und vorangebracht und wesentlich zum Verständnis kultureller Unterschiede in der Arbeitswelt beigetragen. Das IFIM gratuliert ihm herzlich zum 'Life Achievement Award'!

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: http://www.petersberger-trainertage.de

 


   

    

   


  

Das Jahr des Wasserdrachen hat begonnen

 

 

Schon kurz nach Weihnachten machten in den chinesischen Großstädten wie Shanghai und Peking weihnachtliche Dekorationen in den Shopping Malls und exklusiven Wohnanlagen Platz für rote Laternen. Mit ihnen wird traditionell das chinesische Neue Jahr begrüßt. 2012 ist das Jahr des Drachen, genau gesagt, des Wasserdrachen, der nach Holz-, Erd- und Feuerdrachen in diesem Jahr seinen Auftritt hat.

Der Drache galt in China schon immer als Symbol für Macht und Unbesiegbarkeit. In der Vergangenheit war der Drache als Symbol deshalb auch dem Kaiser vorbehalten, der sich als Entsandter des Himmels verstand. Im Jahr des Drachen geboren zu sein gilt daher als gutes Omen – und so wird im Jahr 2012 in China eine hohe Geburtenrate erwartet.

Mit dem Jahreswechsel beginnt das größte Familienfest der Chinesen. Alle, die irgendwo im Lande einem Job nachgehen oder einfach ihr Glück versuchen, wollen zu diesem Fest bei ihren Lieben daheim sein. Da immer mehr Menschen von ihren Familien getrennt in den südchinesischen Küstengebieten leben, weil es dort Arbeit und damit die Chance auf ein wenig Wohlstand gibt, führt das Fest alljährlich zur größten Migrationsbewegung der Welt.

Das Jahr des Wasserdrachen hat begonnen

Für die vielen jungen Eltern vom Lande, die weit entfernt in den Städten arbeiten, ist es die einzige Gelegenheit im Jahr, ihre daheim bei den Großeltern gelassenen Kinder wenigstens für ein paar Tage zu sehen.
Bei jüngeren, noch ledigen Berufstätigen löst die Heimfahrt inzwischen oft recht zwiespältige Gefühle aus. Einerseits ist die Sehnsucht stark, Eltern und Verwandte in der Heimat zu sehen, auf der anderen Seite haben sie Angst vor den Fragen, mit denen sie meist bombardiert werden: "Was hast Du im letzten Jahr verdient? Hast Du schon eine(n) Verlobte/Verlobten? Wann bringst Du ihn/ sie nach Hause? ..." Um sich Antworten auf solch lästige Fragen zu ersparen, mieten inzwischen nicht Wenige für die Dauer des Festes eine Verlobte/einen Verlobten. Dementsprechend schießen vor dem Fest überall Agenturen aus dem Boden, die für die Feiertage passende Personen zur Miete vermitteln.

Eine weitere große Belastung für alle Heimreisenden sind die zum Frühlingsfest obligatorische Hongbao - Umschläge, eine rote Tüte mit Geldscheinen als Geschenk. Als 'Besserverdienende' werden sie mit oft recht hohen Erwartungen seitens der Verwandten konfrontiert. Der Kreis derer, die Hongbao erwarten ist groß und die Erwartungen an den Inhalt sind hoch. Dabei ist bei den meisten das eigene Portemonnaie nicht gerade üppig gefüllt. Die hohen Lebenskosten in Städten und die Inflation zehren selbst ein passables Einkommen rasch auf, viele einfache Arbeitskräfte in den großen Städten müssen eher um ihr eigenes Überleben kämpfen. Aber vor den Verwandten möchte  und darf man sich nicht blamieren. So nehmen viele, wie eine Zeitung in Shanghai berichtet, extra Schulden auf, um den von ihnen erwarteten Pflichten nachkommen zu können.
Und viele, die sich nicht in der Lage sehen, den finanziellen Verpflichtungen zu genügen, bleiben gegen ihren eigentlichen Willen und unter dem Vorwand einer erforderlichen Anwesenheit am Arbeitsplatz dem Familienfest fern.
Doch natürlich hoffen sie, dass das neue Jahr ihnen mehr Glück bescheren wird.

Unser Trainingsangebot zu China finden Sie hier: http://www.ifim.de/seminare/regio/asien/china/index.htm

 

 

 


   

    

   


  

17. Filmfestival Türkei / Deutschland von 01. - 11. März 2012 in Nürnberg

Zum 17. Mal findet zwischen 01. Und 11. März 2012 in Nürnberg das Filmfestival Türkei / Deutschland statt, um dem Publikum zahlreiche Filmwerke aus beiden Ländern zu präsentieren. Das Filmfestival in Nürnberg ist deutschlandweit das wichtigste seiner Art. Es fördert die Begegnung beider Kulturen, bietet eine Plattform für Dialog und Zusammenarbeit türkischer und deutscher Filmschaffender und prämiert wichtige Filme und Filmemacher.

Aus mehr als 100 eingereichten Kurzfilmen hat eine kritische Jury aus beiden Ländern die 14 besten für den Wettbewerb ausgewählt. Das besondere Highlight des diesjährigen Festivals wird aber die Verleihung des Ehrenpreises an den türkischen Schauspieler Tarik Akan sein.

Tarik Akan in Yol

In Deutschland ist Tarik Akan vor allem durch seine tragende Rolle in dem Film 'Yol – Der Weg' von Yilmaz Güney bekannt geworden. Heute gilt der Film, der 1982 mit der goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet worden war, international als Kinoklassiker. Dass der Film nach dem Militärputsch 1980 in der Türkei heimlich und unter Lebensgefahr gedreht, das Negativmaterial dann außer Landes geschmuggelt und in der Schweiz fertiggestellt worden war, ist fast vergessen.

Dass 'Yol – der Weg' in Frankreich ausgezeichnet worden war, löste seinerzeit ähnliche diplomatische Zwiste aus wie heutzutage der Streit um die französische Gesetzgebung zur 'Leugnung des Völkermords' an den Armeniern. Als der WDR wenig später 'Yol – der Weg' mit einer Reihe anderer gesellschaftskritischer türkischer Filme im Nachtprogramm ausstrahlte, drohten türkische Nationalisten auch in Deutschland damit, Sendemasten und Relaisstationen in die Luft zu jagen. Der türkische Staat verlangte von Frankreich Güneys Auslieferung und als er damit keinen Erfolg hatte, bürgerte er Yilmaz Güney einfach aus.

Für Tarik Akan begann mit YOL ein neuer Weg als Schauspieler. War er bis dahin der Liebling türkischer Frauen gewesen, jung, gut aussehend, mit fast kindlichem Blick und gefragter Star für meist seichte Familienfilme, spielte er von nun an in zahlreichen engagierten, anspruchsvollen, politisch – gesellschaftskritischen Filmen mit. Tarik Akan entwickelte sich rasch zu einer wahren Schauspielerpersönlichkeit, der inzwischen auf eine bemerkenswerte Karriere von weit über 100 Filmen blicken kann, darunter viele Kinoklassiker, die den anspruchsvollen türkischen Film international einem breiten Publikum bekannt machten.

Akan wird im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Festivals am 01. März seinen Ehrenpreis persönlich entgegen nehmen, am 02. März wird er auch am Publikumsgespräch teilnehmen.

Informationen und Programm zum Filmfestival Türkei / Deutschland, das u.a. von der Robert Bosch Stiftung und dem Auswärtigen Amt unterstützt wird, finden Sie im Internet unter:

http://www.fftd.net/

 

  

 

   

  





Seminartermine 'Offene Trainings' von Februar - April 2012

In folgenden Seminaren sind kurzfristig noch Plätze verfügbar:

 

Übersicht alle Termine im 1. HJ. 2012: ==> bitte HIER klicken

 

Alle Trainings werden von einem Trainer-Team (1 deutscher Trainer + 1 Trainer aus dem jeweiligen Zielland) durchgeführt!

 

CODE

Veranstaltungstitel

Beginn

Ende

Seminar-
gebühr*

Ort

Details

Buchen

               

Februar 2012

  Programme

 

 

 

 

 

 

                
AV-CHI-01/12Auslandsvorbereitung Greater China13.02.201215.02.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef

AV-USA-01/12Auslandsvorbereitung USA13.02.201215.02.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
AV-BRA-01/12Auslandsvorbereitung Brasilien27.02.201229.02.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
AV-JAP-01/12Auslandsvorbereitung Japan27.02.201229.02.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
AV-RU-01/12Auslandsvorbereitung Russland27.02.201229.02.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef

Firmeninterne Trainings auf Anfrage

 

Attraktive Rabatte für Großkunden!
Rufen Sie uns an!
    
                

März 2012

  Programme

 

 

 

 

 

  

                
AV-SOA-01/12Auslandsvorbereitung Südostasien (Malaysia - Singapur - Thailand - Indonesien)05.03.201207.03.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
AV-TR-01/12Auslandsvorbereitung Türkei05.03.201207.03.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
KOOP-USA-01/12Erfolgreiche Zusammenarbeit mit US-Amerikanern
Hinweis: Beide Seminartage einzeln buchbar!
08.03.201209.03.20121.550,00 €

(837,00 €)

Hotel Seminaris, Bad Honnef
AV-KOR-01/12Auslandsvorbereitung Korea12.03.201214.03.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
AV-IND-01/12Auslandsvorbereitung Indien12.03.201214.03.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
KOOP-ARAB-01/12Erfolgreiche Zusammenarbeit mit arabischen Partnern
Hinweis: Beide Seminartage einzeln buchbar!
22.03.201223.03.20121.550,00 €

(837,00 €)

Hotel Seminaris, Bad Honnef
KOOP-CHI-01/12Erfolgreiche Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern
Hinweis: Beide Seminartage einzeln buchbar!
22.03.201223.03.20121.550,00 €

(837,00 €)

Hotel Seminaris, Bad Honnef

Firmeninterne Trainings auf Anfrage

 

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April 2012

  Programme

 

 

 

 

 

  

                
AV-USA-02/12Auslandsvorbereitung USA23.04.201225.04.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
AV-CHI-02/12Auslandsvorbereitung Greater China23.04.201225.04.20122.100,00 €Hotel Seminaris, Bad Honnef
KOOP-BRA-02/12Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Brasilianern
Hinweis: Beide Seminartage einzeln buchbar!
23.04.201224.04.20121.550,00 €

(837,00 €)

Hotel Seminaris, Bad Honnef
KOOP-KOR-02/12Erfolgreiche Zusammenarbeit mit koreanischen Partnern
Hinweis: Beide Seminartage einzeln buchbar!
26.04.201227.04.20121.550,00 €

(837,00 €)

Hotel Seminaris, Bad Honnef

Firmeninterne Trainings auf Anfrage

 

     
                 
                  
                  

* alle Preise zzgl. ges. MwSt. und Hotelkosten

**) Diese Trainings werden von Holzhauser & Partner GbR veranstaltet

 

Übersicht alle offenen Termine im 1. HJ. 2012: ==> bitte HIER klicken

  

Alle Seminare können auch Inhouse durchgeführt werden. 

 

Weitere Seminarangebote finden Sie hier.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

IFIM-Team

__________________________________________________


 

Sonstige Hinweise:

  

IFIM - Ausreiseservice
IFIM - Ausreiseservice (länderspezifische Linklisten u.a.): http://www.countries.ifim.de

 

IFIM - Video - Channel auf Youtube
IFIM - Video - Channel auf Youtube:
http://www.youtube.com/user/IFIMtraining/videos

IFIM - Lesetipps auf Amazon.de
IFIM - Lesetipps bei Amazon:
http://www.amazon.de/gp/richpub/listmania/byauthor/A3GX0BN8G5HBJR

 

 

      



 

 

 

Ausverkauf  – Noch wenige Restexemplare billigst! -

IFIM - Newsletter: Neues aus der Arbeit des Instituts für Interkulturelles Management in Rheinbreitbach

IFIM - Newsletter - Being ABroad, Living in Japan, Leben und Arbeiten in Japan

Noch gibt es einige Restbestände aus unserem früheren Onlineshop:

- Fachbeiträge zu Auswahl und Entsendung von Expatriates sowie zur internationalen Personalentwicklung

- "Interview-Bände" der Reihe "Deutsche Führungskräfte in...."

- Reihe "Von Expatriates für Expatriates" geschriebene Guides, speziell auf Neuausreisende und Expats-Bedürfnisse zugeschnitten.

 

 

billigst hier: http://www.ifim.de/shop/index.htm


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