Antworten auf häufig gestellte Fragen
Diese Frage wird oft nach einem ersten Blick auf das Programm
gestellt - scheinen doch nur wenige Themen und Inhalte unmittelbar "für
Mitausreisende relevant".
Dabei sind diese "ausgewiesenen" Themenblöcke nach aller Erfahrung
für das Zurechtkommen und Wohlbefinden der Mitausreisenden zweifellos von
größter Bedeutung. Denn das Seminar bietet zudem die Möglichkeit, sich
zusammen mit anderen Mitausreisenden, die in der gleichen Situation sind, mit
den Vertragsinhabern auseinander zusetzen. Und oftmals gelingt dies wesentlich
besser, als alleine.
Wichtig auch: wir haben über die letzten 10 Jahre eine Menge fundierten Wissens darüber angesammelt, wie Mitausreisende ihren Aufenthalt für sich gewinnbringend gestalten können, aber auch, welche "Klippen" es dabei zu überwinden gilt.
Das gilt auch und insbesondere für das Thema "Partnerschaft" im Gastland. Hierzu liegen viele empirische Erkenntnisse vor, was zu tun und was zu lassen ist, welche Mechanismen Partnerschaft meist ruinieren und welche sie stabilisieren.
Die Ausreise mit Kindern ist ein anderes Thema, das viele Mitausreisende sehr beschäftigt. Auch hierzu verfügt das IFIM über eine Vielzahl empirisch abgesicherter Erkenntnisse, die Ihnen sicherlich bei Ihren Fragen weiterhelfen.
Hinzu kommt, dass man andere Leute kennenlernt, die ins gleiche Land gehen und die man oftmals wiedersieht. Die meisten ehemaligen Teilnehmer des IFIM halten untereinander Kontakt. Und gerade in den ersten Monaten kann es sehr hilfreich sein, schon "Leute vor Ort" zu kennen.
Doch der erste Blick auf das Programm täuscht auch sehr. Denn bis auf wenige Ausnahmen sind fast alle Inhalte des Programms auch für den Alltag der Mitausreisenden wichtig:
Sicher wird sie nicht mit "Geschäftspartnern" verhandeln, wohl aber mit Vermietern, Handwerkern, Händlern, Behörden.... Ihre Konflikte wird sie wahrscheinlich nicht mit einheimischen Mitarbeitern haben, aber vielleicht mit Nachbarn, mit Handwerkern und anderen. Sie wird wahrscheinlich sich weniger um das Knüpfen geschäftlicher Kontakte kümmern, wohl aber an privaten interessiert sein.
All die Themen: Kennenlernen, Kontakte aufbauen,
kommunizieren, verhandeln, Feedback geben, Probleme und Konflikte lösen - sind
auch Themen, die den Alltag der Mitausreisenden bestimmen.
Und in vielen Ländern kommen Mitausreisende sogar in eine regelrechte
"Arbeitgeber-" und "Vorgesetzten - Position": nämlich dann,
wenn sie Hausangestellte haben. Spätestens hier wird auch das Thema
"Personalführung" hochrelevant!
Eben weil Kulturen "kongruent" sind, lassen sich Verhaltensmuster sehr wohl übertragen. Und dort, wo sie abweichen, wird dies auch im Seminar für die Mitausreisenden thematisiert.
Im Ausland, das bestätigen uns Expatriates immer wieder,
fällt die aus Deutschland gewohnte Trennung von Arbeits- und Privatleben meist
weitgehend weg.
Einerseits, weil die "Schnittmenge" zwischen "Kollegen" und
"Community" vielerorts außerordentlich groß ist, aber auch, weil man
"privat" erst mal noch keine Gesprächspartner/innen hat, mit denen
man seine Eindrücke, Erlebnisse, Frustrationen und Freuden austauschen, teilen
und diskutieren kann. So werden Mitausreisende rundum sehr viel stärker in das
Arbeitsumfeld hineingezogen und es ist sehr hilfreich, wenn beide Partner die
Welt des/der anderen besser verstehen.
Und nicht zuletzt: oftmals lernt man seine/n Partner/in in einem völlig neuen Umfeld und damit in einer ganz ungewohnten Rolle im Seminar kennen: seiner/ Berufsrolle! Auch dies birgt oft ganz neue Eindrücke.
Bringen Sie sich also nicht selbst um die Chance einer qualifizierten und fundierten Vorbereitung!
Zweifellos haben Sie dann Erfahrungen gemacht, die Ihnen bei Ihrem beruflichen Auslandseinsatz hilfreich sein werden. Doch mal ehrlich:
Was weiß man durch das Studium über die Wirtschaftswelt und Business-Kultur des jeweiligen Landes? Was erfährt man über Planung und Entscheidung in den Unternehmen, über die Regel und Rituale bei Meetings oder Verhandlungen? Welche Erfahrung macht man als Student mit Personalführung?
Sicher werden Sie immer wieder im Seminar Parallelen entdecken zu dem, was Sie selbst an Erfahrungen gemacht haben. Das Seminar wird dazu beitragen, Ihren individuellen Erfahrungshintergrund systematisch und empirisch zu verbreitern und Ihnen Handlungskompetenz auch in jenen Bereichen bieten, die Sie aus eigenem Erleben noch nicht kennen.
Nutzen Sie diese Chance! Rund 20 % unserer Teilnehmer verfügen über mehrjährige Auslandserfahrung. Und sie beurteilen unsere Seminare noch signifikant besser als "Erstausreisende"! Denn sie können anhand ihrer eigenen Erfahrung viel besser beurteilen, wie relevant und praxisnahe diese Trainings sind.
Rund 20 % unserer Teilnehmer verfügen über mehrjährige Auslandserfahrung. Und sie beurteilen unsere Seminare noch signifikant besser als "Erstausreisende"! Weshalb?
Jedes Land hat seine eigenen Spielregeln, das gilt durchaus auch für Nachbarländer im gleichen "Kulturkreis". Deutsche erleben Frankreich oder Spanien als wahrlich nicht einfach. Und wer von Japan nach Korea wechselt oder von Brasilien nach Mexiko, macht ähnliche Erfahrungen.
Doch zugleich haben Sie einen enormen Vorteil: Sie haben
das alles schon mal mitgemacht und Sie wissen, worauf es ankommt! Genau hier
aber setzt unser Training an:
Praxisrelevante Inhalte systematisch und strukturiert zu vermitteln,
Handlungsalternativen und Problemlösungen für die interkulturelle
Zusammenarbeit zu vermitteln und dazu beizutragen, das Denken und Verhalten der
ausländischen Kollegen und Geschäftspartner nachvollziehen und vorhersehen zu
können.
Wir verschwenden keine Zeit mit Reiseführer-Weisheiten oder mystisch-philosophischen Auseinandersetzungen, die zwar spannend und lehrreich sein mögen, meist aber wenig hilfreich bei der Lösung konkreter Probleme sind.
Sie werden die Erfahrung machen, dass dieses Training nicht nur "Auslandsvorbereitung" für den nächsten Einsatz sondern durch seine Strukturiertheit auch eine systematische "Auslandsnachbereitung" für den vorherigen Einsatz bietet.
Diese doppelte Chance führt dazu, dass Auslandserfahrene unsere Seminare so hervorragend bewerten. Urteilen Sie selbst.
Sollten wir nicht unser Versprechen nicht halten, so gilt unsere uneingeschränkte "Geld-Zurück-Garantie"!
Praktische Erfahrung und wissenschaftliche Forschung belegen eindeutig, dass es in den oben genannten Bereichen so große Unterschiede gibt, dass eine gedeihliche Zusammenarbeit über Kulturgrenzen hinweg nicht selbstverständlich ist. Allerdings sind die Unterschiede nicht zwischen allen Kulturen gleich groß und die 'typischen Reibungspunkte' machen sich an unterschiedlichen Bereichen fest.

n = 1.124 befragte deutsche Expatriates, Stand 2007
Dabei sind meist rein fachlich-technische Fragen von untergeordneter Bedeutung, denn hier ist die Angleichung zwischen den Kulturen tatsächlich relativ groß. Weitaus unterschiedlicher laufen wichtige Prozesse der Zusammenarbeit:
Wie kommen wir zu einer für alle Beteiligten verbindlichen Planung oder Absprache?
Wie gestalten wir Meetings und Besprechungen?
Worüber muss überhaupt gesprochen werden und was ist "selbstverständlich"?
Wie reagieren wir, wenn`s nicht so läuft, wie geplant?
Wie führen wir Mitarbeiter?
u.v.a.
Entscheidend ist auch, in welchen Rollen sich die Angehörigen verschiedener Kulturen begegnen. Ein Mitarbeiter der deutschen Unternehmenszentrale, der sich nur für wenige Tage in einer ausländischen Niederlassung aufhält, darf auf wesentlich höhere Toleranz der Einheimischen hoffen als ein für Jahre entsandter Auslandsmitarbeiter, mit dem man täglich kooperieren muss. Der müsste es doch irgendwann kapiert haben...
Bestehen Sie trotzdem darauf. Für Ihre Argumentation sind vielleicht folgende Überlegungen hilfreich:
Manche sehen interkulturelle Probleme als Folge ungeeigneter Haltungen wie Überheblichkeit und Arroganz oder charakterlicher Defizite wie mangelnde Sensibilität, Rigidität etc. Diese Ursachenbeschreibung führt einerseits dazu, dass man glaubt, 'gute Mitarbeiter' benötigten kein interkulturelles Training und schafft andererseits Hemmungen, ein Training zu fordern.
Doch diese Ursachenbeschreibung ist höchstens halb richtig: Arrogante und rigide Menschen tun sich unbestritten im Kulturkontakt schwer. Doch umgekehrt sind Offenheit und Sensibilität nur notwendige, aber keine hinreichenden Voraussetzungen für interkulturellen Erfolg. Im Kulturkontakt benötigt man viel Wissen über die fremde Kultur. Man muss beispielsweise WISSEN, was japanische Mitarbeiter von einem Vorgesetzten erwarten, wenn man Personalverantwortung in Japan übernimmt.
Solches Wissen gehört nicht zur selbstverständlichen Allgemeinbildung eines deutschen Managers. Es KANN NICHT einfach vorausgesetzt werden! Sich rechtzeitig Wissen zu verschaffen, das man für eine neue Aufgabe benötigt, ist nicht Ausdruck von Unsicherheit oder Schwäche, sondern vernünftig und verantwortungsbewusst.
Sensible und offene Mitarbeiter können das benötigte Wissen mit der Zeit im Einsatzland eigenständig erwerben. Dies ist allerdings mühsam, riskant und ineffizient:
Genauso ist es mit kulturellen Regeln: Sie nachvollziehbar zu erklären, erfordert einen Spezialisten. Man kann auch eine fremde Sprache lernen, indem man sich einfach in das entsprechende sprachliche Umfeld begibt. Aber viel effizienter ist es sich vorab mit einigen Grundregeln vertraut zu machen.
Darum ist interkulturelles Training vor der Ausreise keine überteure 'soziale Maßnahme' für den Ausreisenden, sondern eine für Mitarbeiter wie Unternehmen lohnende Investition, da beide am größtmöglichen Erfolg des Auslandseinsatzes interessiert sind.
Lassen Sie sich Ihren Trainingswunsch jedenfalls nicht zu schnell ausreden! Sie verhandeln rund um ihre Auslandsentsendung viele Konditionen: Wenn Sie nicht darauf bestehen, optimal vorbereitet Ihre Aufgabe im Ausland anzutreten, mag manches andere, das Sie 'herausverhandelt' haben, schnell zum Scheinerfolg werden: Entscheidend ist, dass Sie alles dafür tun, dass Sie im Ausland möglichst erfolgreich agieren können!
Interkulturelles Training für einen angehenden Auslandsmitarbeiter zu befürworten, nicht jedoch für Mitausreisende, widerspricht jeder Logik: Wissenschaftliche Forschung wie praktische Erfahrung zeigen eindeutig, dass ein Auslandseinsatz eines verheirateten Mitarbeiters nur dann erfolgreich verlaufen kann, wenn auch die mitausgereisten Familienmitglieder - insbesondere der Ehepartner - im Einsatzland eine befriedigende Situation erlebt. Um sich die zu schaffen, benötigen auch die Familienmitglieder 'interkulturelle Fähigkeiten'.
Organisiertes interkulturelles Training von Kindern ist nicht nötig, wenn die Eltern ihrerseits 'interkulturell kompetent' genug sind, um ihren Kindern zu helfen, die fremde Situationen zu meistern. Dazu bedarf es entsprechender Fähigkeiten des nicht arbeitenden Elternteils. Die mitausreisenden Ehepartner benötigen sie aber auch und vor allem, um sich selbst im Einsatzland einen befriedigenden Alltag zu verschaffen, von dem alle profitieren: sie selbst, der arbeitende Partner und die Kinder.
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