Antworten auf häufig gestellte Fragen


Nachbefragung von Teilnehmern:
Fragen an Andreas Bittner, verantwortlich für statistische Auswertungen des IFIM.

  1. Warum führen Sie die Nachbefragung von Ausreisenden plus / minus 12 Monate nach der Trainingsteilnahme durch, die der Inlandsmitarbeiter aber schon nach 3 bis 6 Monaten.

  2. Wie repräsentativ sind die Antworten, die Sie präsentieren?

  3. Sie fragen ehemalige Teilnehmer nach 'Wirkungen' des Trainings wie ' Das Seminar hat mir geholfen, meine eigenen Anliegen erfolgreicher zu verfolgen.'
    Wie sicher können Sie sein, dass Ihre Teilnehmer tatsächlich ihre Anliegen nun erfolgreicher verfolgen?

  4. Aber was sagen diese Selbsteinschätzungen wirklich über die Wirkungen interkultureller Trainings aus? Sind IFIM-Teilnehmer wirklich erfolgreicher im internationalen Kontakt?

  5. Können Sie empirisch belegen, dass sich interkulturelles Training positiv auswirkt?

  6. Insgesamt klingen Sie ganz zufrieden mit Ihren Ergebnissen.

  7. Was garantiert mir, dass die beeindruckenden Ergebnisse, die Sie präsentieren nicht frei erfunden sind?

Die Ergebnisse der Nachbefragungen finden Sie (wie auch die Seminarauswertungen) hier: -> Evaluation


Nachbefragung von Teilnehmern:
Fragen an Andreas Bittner, verantwortlich für statistische Auswertungen des IFIM.

 

Warum führen Sie die Nachbefragung von Ausreisenden plus / minus 12 Monate nach der Trainingsteilnahme durch, die der Inlandsmitarbeiter aber schon nach 3 bis 6 Monaten?

Manche Teilnehmer an unseren Ausreisetrainings reisen zwar unmittelbar nach dem Training aus, bei anderen steht die Ausreise jedoch erst in zwei, drei Monaten an oder noch später. Und wenn man im Gastland ist, braucht man eine Weile, um sich dort einzuleben und einzuarbeiten. Wir möchten diese Teilnehmer befragen, wenn sie wirklich in ihrem Zielland angekommen sind, nicht nur physisch, sondern auch mental, und wirklich Erfahrungen in einem breiten Spektrum von Situationen gemacht haben. Unser Anspruch ist ja den Teilnehmern zu vermitteln, wie es im Gastland wirklich zugeht und wie man damit produktiv umgehen kann. Um zu überprüfen, ob wir das auch leisten, nützen uns Rückmeldungen, die auf dem 'ersten Eindruck' beruhen, wenig.
Die meisten Inlandsmitarbeiter, die unsere Trainings besuchen, arbeiten hingegen schon in internationalen Kooperationen und nehmen teil, um diese Zusammenarbeit zu verbessern. Oder sie nehmen teil, weil sie sehr bald eine bestimmte interkulturelle Aufgabe lösen müssen und dafür Hilfestellung erwarten. Sie sollten also viel schneller in der Lage sein zu beurteilen, ob ihnen das Training geholfen hat. Und wir möchten sie dann befragen, wenn sie noch das 'Vorher-Nachher' beurteilen können. Nach einem Jahr würde sich mancher gar nicht mehr daran erinnern, dass er vor dem Training viel 'hilfloser' war.

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Wie repräsentativ sind die Antworten, die Sie präsentieren?

Bei Evaluierungen am Trainingsende erreicht man leicht eine fast hundertprozentige Erfassung, es fallen nur die wenigen Teilnehmer weg, die das Training unangekündigt vorzeitig verlassen. Bei schriftlichen Nachbefragungen Monate nach Ende des Trainings sind die Rücklaufquoten wie bei allen 'Kundenbefragungen' wesentlich niedriger weil

-    nicht mehr alle ehemaligen Teilnehmer erreicht werden können, weil ihre Adresse nicht korrekt erfasst wurde oder sie unter der damaligen Adresse nicht mehr erreichbar sind.

-    manche Menschen derartige Umfragen grundsätzlich lästig finden und nicht beantworten oder das Ausfüllen verschieben und dann vergessen oder, oder ...

Beim IFIM erreichen wir Rücklaufquoten von 35 - 45 %, das ist ein sehr gute Wert für solche Befragungen.

Aber noch mal: Sind diese 35 - 45 % repräsentativ für die Gesamtzahl der Teilnehmer?

Von 'repräsentativ' spricht man in der Sozialwissenschaft dann, wenn man im Vorhinein eine Auswahl von Befragten vornimmt, die in wesentlichen Merkmalen der Grundgesamtheit entspricht. Das ist die Logik von 'repräsentativen Umfragen': Man befragt 1500 Menschen und macht eine Wahlprognose, was erstaunlich gut funktioniert, wenn man genaue Vorstellungen davon hat, welche individuellen Merkmale wie Alter, Geschlecht, sozialer Status, Konfession etc. die Wahlentscheidung eines Menschen beeinflusst.

Beim IFIM befragen wir nicht repräsentativ, sondern alle Teilnehmer, von denen wir eine Adresse haben. Die Frage ist also: Wie 'aussagekräftig' sind die Ergebnisse? Oder härter gefragt: Wenn maximal 45 % antworten und deren Antworten sehr positiv sind, können wir ausschließen, dass die 55 %, die nicht antworten, nicht wesentlich schlechter urteilen würden?

Ausschließen kann man das nicht. Es ist aber sehr unwahrscheinlich: Bei 'Kundenbefragungen' äußern sich vor allem Menschen, die ein 'emotionales Anliegen' haben, also 'begeistert' oder 'verärgert' sind. Am wenigsten antworten Menschen, die die Dienstleistung 'okay', fanden, aber keinen Grund sehen, sich nun lobend oder kritisierend zu äußern.

Das bedeutet: Wenn das IFIM in seinen Nachbefragungen Rückmeldungen von allen seinen Teilnehmern erhielte, würden sich wahrscheinlich die Prozentrate der Zustimmung wie der Zurückweisung zu positiv formulierten Aussagen abschwächen und die neutralen Antworten ansteigen. Anders gesagt: Es gäbe prozentual weniger 'Begeisterte', aber auch noch weniger 'Unzufriedene'.

 

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Sie fragen ehemalige Teilnehmer nach 'Wirkungen' des Trainings wie ' Das Seminar hat mir geholfen, meine eigenen Anliegen erfolgreicher zu verfolgen.'
Wie sicher können Sie sein, dass Ihre Teilnehmer tatsächlich ihre Anliegen nun erfolgreicher verfolgen?

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass sich der eine oder andere Teilnehmer 'in die eigene Tasche lügt': Jetzt war ich auf dem Training, also wird es schon was genutzt haben!

Das entspräche der 'Effort-Justification-Theory'.

Aus meiner Erfahrung als Trainer beim IFIM glaube ich allerdings, dass die Tendenz, erbrachten Aufwand nachträglich zu rechtfertigen, bei unseren Teilnehmern nicht allzu verzerrend wirkt. Das sind ziemlich kühle Köpfe! Und ihr 'Aufwand' war ja auch nicht groß: Sie haben vor paar Monaten auf Kosten ihres Arbeitgebers und meist auch in ihrer Arbeitszeit an einem Training teilgenommen, oft genug auch gar nicht aufgrund eigener Entscheidung, sondern weil man es ihnen nahegelegt hat. Das ist keine 'wesentliche' eigene 'Investition', deren Ergebnisse man sich nachträglich schönreden müsste, um sein Selbstbild zu retten.

 

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Gut, die Teilnehmer mögen da unverzerrt antworten, aber sie beantworten nur, wie sie es empfinden.
Aber was sagen diese Selbsteinschätzungen wirklich über die Wirkungen interkultureller Trainings aus?
Sind IFIM-Teilnehmer wirklich erfolgreicher im internationalen Kontakt?

Aus der Sicht des empirischen Sozialforschers kann meine Antwort nur lauten: Das weiß ich nicht. Das geben unsere Daten nicht her!

Was ist 'Erfolg' im internationalen Kontakt? Woran messen Sie ihn? An der Erreichung vorgegebener Business-Ziele? Das mag ja für manche unserer Teilnehmer ein sinnvoller Maßstab sein, aber nehmen wir mal das Beispiel eines deutsch-amerikanischen Entwicklungsprojektes für Software. Das kann scheitern, wenn sich die Deutschen und die Amerikaner nicht verstehen. Aber auch wenn sie sich verstehen und bestens zusammenarbeiten, heißt das ja nicht, dass die Software, die man sich zu entwickeln vorgenommen hat, ein Markterfolg wird.

Nehmen wir die Sekretärin in diesem Projekt, die wir auch trainiert haben, damit sie einfach die amerikanischen Anrufer 'netter' begrüßt, wenn sie anrufen, auf eine Weise erklärt, weshalb der eigentlich gewünschte Gesprächspartner leider grade nicht verfügbar ist, die beim amerikanischen Anrufer nicht den Eindruck hervorruft 'in Deutschland ist nicht nur nie jemand zu sprechen, sondern man wird auch noch abgekanzelt', sondern 'man kümmert sich um mich und nimmt meine Anliegen ernst.' Die leistet doch ganz sicher auch einen Beitrag zum Projekterfolg, aber wenn die technische Idee hinter dem Projekt nicht aufgeht ...

Das sind sozialwissenschaftlich keine unlösbaren Probleme: Geben Sie mir tausend technisch vergleichbare deutsch-amerikanische Entwicklungsprojekte, bei denen in fünfhundert interkulturelles Training stattgefunden hat und in fünfhundert nicht. Dann könnte man beide Gruppen vergleichen und wahrscheinlich nachweisen, dass die trainierten bessere Ergebnisse bringen.

Aber diese Datenbasis haben wir beim IFIM nicht. Vor allem haben wir keinen Zugriff auf Gruppen, die wir nicht trainiert haben.

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Können Sie empirisch belegen, dass sich interkulturelles Training positiv auswirkt?

Wir können belegen, dass rund 90% unserer Antwortenden überzeugt sind, dass sich das Training für sie auf ihre Arbeit positiv ausgewirkt hat. Weitere 6 - 7% äußern sich neutral, viele von diesen deshalb, weil sie in den Monaten nach dem Training gar keine Möglichkeit hatten, die Wirkungen zu erleben. Bei firmeninternen Trainings rechnet das IFIM nach Tagessätzen ab. Der Kunde hat zwölf Mitarbeiter, die von dem Thema wirklich betroffen sind, aber wir haben gesagt 'maximale Teilnehmerzahl = 15'. Also dürfen die drei Praktikanten der Abteilung auch teilnehmen, ist ja gut, wenn sie mal nicht nur lochen und abheften müssen. Dass die dann anschließend nicht rückmelden, ihre internationale Zusammenarbeit habe sich verbessert, ist ja klar!

Die meisten unserer Kunden geben ihren Mitarbeitern erstaunlich großen Entscheidungsspielraum, wenn es um interkulturelles Training geht: Da wird nicht etwa 'verlangt', dass ein Mitarbeiter, der von China keine Ahnung hat, an einem Pre-Departure-Training teilnimmt, bevor er für drei Jahre als Geschäftsführer nach China geht, sondern nur 'empfohlen'. Der Mitarbeiter muss schon selbst einschätzen können, was er braucht, heißt die Parole.

Aber wenn die Mitarbeiter tatsächlich so fähig sind, selbst einzuschätzen, was sie an Wissensinput brauchen, bevor sie neue internationale Aufgaben annehmen, dann sollten diese Mitarbeiter erst recht fähig sein, mit einem gewissen zeitlichen Abstand zum Training zu beurteilen, ob ihnen das geholfen hat oder nicht.

 

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Insgesamt klingen Sie ganz zufrieden mit Ihren Ergebnissen.

Stimmt! Und zwar aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln:

Als Sozialwissenschaftler und Statistiker bin ich ganz zufrieden, dass wir mittlerweile in unseren Evaluierungen eine aussagekräftige Menge von Daten gesammelt haben. Und die sind auch ziemlich stabil. Wenn wir die Ergebnisse der neuesten Befragungsrunde einspielen, gibt es Veränderungen im einstelligen Prozentbereich. Natürlich gehen wir den Ursachen im Detail nach: Warum wurde ein bestimmtes Training besonders gut oder schlecht bewertet?

Aber damit wechsele ich schon meinen Hut: Diese Frage betrifft mich als Statistiker nicht mehr, da sind wir dann bei der internen Qualitätskotrolle des IFIM.

Als Trainer schaue ich natürlich vor allem darauf, wie meine Trainings im Vergleich zu denen anderer IFIM-Trainer abschneiden. An welchen Punkten ich mich und meine Programme verbessern sollte, weil die Programme anderer Kollegen besser abschneiden. Auch dafür sind 'große Zahlen' hilfreich: Jeder Trainer entwickelt seinen eigenen Maßstab dafür, ob er mit einem Seminar zufrieden war oder nicht. Und seine Einschätzung entspricht nicht unbedingt der aktuellen Seminarauswertung der Teilnehmer. Manchmal wundert man sich über euphorische Rückmeldungen zu einem Training, das man selbst als gut, aber wirklich nicht 'spitzenmäßig' einschätzt. Und umgekehrt sind Teilnehmer eines Trainings, in dem nach meiner Meinung 'alles gestimmt hat', in der es wirklich fruchtbar war, mit einer hochintelligenten und hochmotivierten Gruppe zu arbeiten, oft besonders kritisch: Die Evaluierungen sind nicht ganz so gut wie mein Gefühl!
Diese Diskrepanz von Erleben und Rückmeldung führt mit der Zeit dazu, dass Trainer Seminar-Rückmeldungen nicht mehr ganz so ernst nehmen: Okay, sie müssen 'im grünen Bereich sein', aber ob nun acht von zehn oder vierzehn von fünfzehn Teilnehmern das Training 'sehr empfehlenswert' gefunden haben, nimmt man nicht als relevanten Unterschied wahr. Aber im ersten Fall waren nur 80% der Teilnehmer begeistert, im zweiten 93%.

Wer als Trainer im Schnitt 80% seiner Teilnehmer begeistert, hält sich zu Recht für einen guten Trainer. Erst wenn er sieht, dass Kollegen auf 90% kommen und liest, dass aufgrund der hohen Fallzahlen der Unterschied statistisch kaum mehr auf 'Zufall' beruhen kann, wird er nachdenklich.

Als Geschäftsführer des IFIM bin ich froh, dass unsere Trainer so häufig eingesetzt werden, dass wir ihnen tatsächlich Rückmeldungen liefern können, die auf so hohen Fallzahlen beruhen, dass eine Diskussion nach dem Motto 'Na ja, in diesem Seminar lief es ganz ungewöhnlich, weil ...' an diesem Punkt gar nicht aufkommen.

Aber natürlich schaue ich als Geschäftsführer nicht nur darauf, wo wir intern an der Qualität arbeiten müssen, sondern auch darauf, wie wir mit unseren Ergebnissen insgesamt im Markt stehen. Das ist nicht leicht einzuschätzen, weil kaum einer unserer Konkurrenten auf seiner Webseite überhaupt Ergebnisse zu seiner Trainingsevaluierung oder erst recht zur Wirkungskontrolle veröffentlich. Ich habe eine Vermutung, warum sie es nicht tun. Aber keinen sozialwissenschaftlichen 'Beweis'.

 

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Letzte Frage: Sie können viel behaupten. Was garantiert mir, dass die beeindruckenden Ergebnisse, die Sie präsentieren nicht frei erfunden sind?

Sie haben recht: Im Internet kann man viel behaupten und wenig beweisen. Wenn Sie wirklich überprüfen wollen, ob die Ergebnisse, die wir präsentieren, 'stimmen', müssen Sie in unser Büro kommen. Die Seminar-Evaluierungsbogen, die die Teilnehmer ja auf Papier ausfüllen, sind alle abgeheftet und können eingesehen werden. Bei den elektronisch übermittelten Nachevaluierungen können sie die Originaldateien einsehen.           
Aber vergessen Sie's: Die Tausende von Rückmeldungsbögen, die wir Ihnen zeigen würden, könnten von studentischen Hilfskräften anstatt von Teilnehmern ausgefüllt worden sein. Bei den elektronischen Antworten lässt sich nicht nachvollziehen, ob sie tatsächlich von unseren Teilnehmern stammen oder ob ich sie im Internet alle selbst ausgefüllt habe. Sparen Sie sich also diese Recherche! Fragen Sie lieber IFIM-Kunden und IFIM-Teilnehmer. Dann werden Sie schnell merken, dass die präsentierten Ergebnisse stimmen.

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Stand: 12. Oktober 2017