Archiv: 

Ältere Mitteilungen aus der Arbeit des Instituts 

2001
1999
2001
2002



Deutschland Vorbereitung für Inder:

IFIM entwickelt modulares Trainingskonzept mit SAP

 (Rheinbreitbach 09/01)

Die Zusammenarbeit zwischen IFIM und dem Weltmarktführer für betriebswirtschaftliche Software ist in eine neue Phase getreten. Schon seit Jahren hat das Walldorfer Unternehmen erkannt, wie wichtig die gelungene Integration von Mitarbeitern unterschiedlicher Kulturen ist für den Geschäftserfolg ist. In vorbildlicher Art und Weise werden schon seit längerem indische Mitarbeiter der Entwicklungsgesellschaft in Bangalore auf die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen in Deutschland vorbereitet. Im Gegenzug erfuhren deutsche Kollegen in interkulturellen Seminaren, worauf es bei der Kooperation mit indischen Kollegen ankommt.

Doch zu Jahresanfang wurde deutlich: für die Anwerbung und anschließende Übersiedlung von mehreren hundert indischen Spezialisten im Rahmen der neuen Greencard - Regelung reichen gelegentliche Seminarangebote nicht aus. Damit die asiatischen Mitarbeiter nicht an der "Leitkultur" ihrer neuen Heimat verzweifeln, bedarf es einer gründlichen Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt.  Die Anwerbekosten waren hoch und so ist man sehr daran interessiert, daß sich die neuen Mitarbeiter längerfristig in Deutschland wohl fühlen, um hier erfolgreich arbeiten können.

 Das IFIM entwickelte dazu in den letzten Monaten in Kooperation mit den zuständigen Abteilungen für Personal und Weiterbildung in Bangalore und Walldorf eine systematische Vorbereitungsstrategie: das neuartige modulare Trainingskonzept geleitet die Mitarbeiter in drei Schritten vom praktischen Survivaltipp zur erfolgreichen Zusammenarbeit im multikulturellen Team.

1.      Im ersten Modul werden die indischen Mitarbeiter durch ein lokales, von IFIM geschultes Trainerteam, sowie ein strukturiertes Vorbereitungsprogramm im firmeneigenen Intranet auf die Ankunftssituation in Deutschland vorbereitet. Da viele Mitarbeiter noch nie im Ausland waren, stehen Survivaltipps und eine allgemeine Orientierung im Vordergrund.

2.      Die zweite Phase beginnt nach dem "Settling-in". Dann werden sowohl die indischen Mitarbeiter, als auch ihre deutschen Counterparts in getrennten Seminaren auf die Besonderheiten der Zusammenarbeit mit der jeweils anderen Kultur sensibilisiert. IFIM gestaltet diese Trainings nach der bewährten Contrast-Culture Methode mit einem bi-kulturellen Trainerteam (Pankaj Chattopadhyay und Dr. Rolf Daufenbach).

3.      Nach der Einarbeitungzeit erhalten Teams und Projektgruppen im optionalen dritten Modul dann die Möglichkeit ihre Zusammenarbeit weiter zu optimieren: hier werden Konflikte und Arbeitsschwierigkeiten thematisiert, deren interkulturelle Hintergründe heraus gearbeitet und gemeinsam Wege der erfolgreichen interkulturellen Zusammenarbeit gefunden.

Auf  Vorschlag des IFIM wird das 3-stufige Trainingskonzept durch regelmäßige Kulturveranstaltungen, Sprachkurse und ein Buddy-Modell ergänzt, bei dem sich deutsche Mitarbeiter der indischen Kollegen annehmen.

Fast überflüssig zu sagen: sowohl die indischen als auch die beteiligten deutschen  Mitarbeiter sind begeistert und empfehlen das Modell weiter!

 


 

Neuerscheinung:

Moskau. Ausreise, Arbeit und Alltag

Ein Ratgeber von Claudia Kahlich

1. Auflage, Moskau, 2001

130 Seiten, DM 29,80

„Vom Leben in Moskau haben wohl die Wenigsten konkrete Vorstellungen. So ging es zumindest mir, als ich vor drei Jahren meiner „besseren Hälfte“ berufsbedingt in die russische Hauptstadt folgte.“ Diese Erfahrung motivierte Claudia Kahlich dazu, einen Band voller (Über-)Lebenswissen deutscher Expats in Moskau zu kompilieren, der nun als 12. Band der vielbeachteten praxisnahen Ratgeber-Reihe „Von Expats für Expats“ im IFIM-Shop vorliegt.

 Im handlichen Format und gut gegliedert gibt Claudia Kahlich wertvolle Hinweise, wie man als deutscher Expat in Moskau schnell eine geeignete Wohnung findet, effektiv Behördengänge erledigt, was man mitbringen sollte etc. In dreiundzwanzig Kapiteln gibt dieser 130-seitige Ratgeber nicht nur Neuankömmlingen umfassend Hinweise, wie das Ausländerleben in Moskau gemeistert werden kann, sondern auch schon ausgereiste Expats dürften das Kompendium nicht zuletzt wegen der vielen Adressenangaben zu schätzen wissen.
Von den Ausreisevorbereitungen über „Erste Schritte“, Einkaufsmöglichkeiten, Wohnungssuche bis hin zum Thema Reisen in Russland und schließlich Allgemeinwissen über das heutige Russland deckt Kahlich genau den Informationsbedarf deutscher Expats in Moskau ab. Endlich liegt mit diesem Band auch für Moskau ein praktischer Standortführer vor, der allen angehenden Entsandten den Anfang am neuen Wirkungsort erleichtert und den betreuenden Personalverantwortlichen kurz und prägnant sowie hoch kompetent eine Orientierung über das Expatleben in Moskau vermittelt.
Besonders wertvoll macht diesen Führer, dass es Claudia Kahlich mit einfühlsamer Darstellung der umfassenden Informationen gelingt aufzuzeigen, dass das Leben und Arbeiten in Moskau trotz aller Umstellungen sehr bereichernd verlaufen kann, Moskau ein „lebens- und liebenswerte Stadt“ sein kann. Entsendende Stellen sollten diesen Ratgeber allen Entsendekandidaten frühzeitig vorlegen. Und auch Dienstreisenden bietet dieser Ratgeber viel Wissenswertes.

In dieser Reihe sind schon erschienen:

„Taibei Living“, „Ausreise nach Korea“, „Kuala Lumpur Aktuell / Leben in Malaysia“, „Zuhause wo der Pfeffer wächst / Ratgeber Indonesien“, „Living in Singapore“, „Bangkok Info-Mappen für Neuankömmlinge“, „Ach so / Gebrauchsanweisung für Deutschland (auf japanisch)“, „Beijing Scene Guidebook“, „Leitfaden Hongkong“, „Mit dem Partner ins Ausland“, „Shanghai live“ und „Moskau. Ausreise, Arbeit und Alltag“.

Bestellen können sie diese Publikationen in unserem Shop: www.shop.ifim.de

 


China: Lebensbedingungen für Expats haben sich deutlich verbessert

(Sept. 2001) 

Eine angenehme Nachricht für potentielle China-Manager ist, dass das schlechte Image Chinas als unattraktiver Standort längst der Realität nicht mehr entspricht.

Insbesondere Shanghai hat als Standort massiv an Image gewonnen und ist inzwischen eine elegante Mega-City, in der sich die deutschen Expatriates durchaus sehr wohl fühlen. Beijing ist auf dem besten Weg angesichts der Tatsache, dass die Olympiade 2008 in Beijing ausgetragen wird und 100 von Milliarden in Infrastur noch investiert werden!

Man darf allerdings nicht verschweigen, dass abgelegene Standorte deutschen Manager und ihren Familien keine vergleichbare Lebensbedingungen anbieten, wenn auch die Gesamtsituation sich deutlich gebessert hat.

Alles in allem zeigten sich die im August 2001 von IFIM - Mitarbeiter Zhong Ming besuchten deutschen Expatriates mit der Allatgssituation spürbar zufriedener als in früheren Jahren.

Hinzu kommt, daß China als nahezu einziges Land der Weltwirtschaft weiterhin boomt und mit  einer Wachstumsrate von mehr als 7% auch im laufenden Jahr aufwarten kann! Was aber noch mehr Aufmerksamkeit der deutschen Wirtschaft nach China lenkt ist die Tatsache, dass China  in diesem Jahr der WTO beitritt und sich damit verbesserte Investitionsmöglichkeiten für ausländische Unternehmen ergeben. 

Die Konzernen stehen wieder Schlange vor den Toren Chinas und alle wollen ein Stück vom chinesischen Markt abbekommen. Ausländische Investitionen in China übersteigen inzwischen leicht die Milliardenhöhe und es ist zu erwarten, dass mit diesen zunehmenden Engagements wieder mehr deutsche Fach- und Führungskräfte nach China entsandt werden.

Die verbesserte Lebensbedingungen verleihen  dem Standort China mehr Attraktivität und erleichtern vielen deutschen Managern eine Entscheidung zugunsten eines China-Einsatzes. Doch über eines darf man sich dabei nicht hinwegtäuschen: Der Job als Manager in China war und bleibt eine Herausforderung:

Nachdem sich immer mehr deutsche Unternehmen von ihren chinesischen Joint-Venture-Partnern scheiden oder von vorneherein alleine auf den Markt gehen, werden deutsche Expats wesentlich unmittelbarer mit den für sie oft fremden Spielregeln auf diesem Markt konfrontiert. Fehlende Markttransparenz, eine aggressive Wettbewerbssituation und auch die weit verbreitete Korruption setzen deutschen Managern erheblich zu. 

Und noch immer kommen zuviele nicht oder äußerst dürftig auf die chinesische Business-Kultur vorbereitete Manager ins Land, deren oft völlig überholte Vorstellungen von China von der Realität überrollt werden.


Erst gar keinen Mißverständnisse entstehen lassen ...

Trespaphan trainiert amerikanische Vertriebsmannschaft für die interkulturelle Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen.

Die Celanese-Tochter Trespaphan GmbH, der größte deutsche Hersteller von OPP-Folien, erweitert seine US-Aktivitäten. Eine neue amerikanische Vertriebsmannschaft soll den Absatz in Amerika stark steigern. Dies setzt eine reibungslose Kooperation mit den technischen Spezialisten in Deutschland voraus.

Ende Oktober besuchte die neue amerikanische Vertriebsmannschaft Deutschland, um das Neunkirchener Stammwerk kennenzulernen und persönliche Kontakte mit ihren deutschen Kooperationspartnern zu knüpfen. Zum Programm gehörte auch ein zweitägiges interkulturelles Training 'Cooperating Successfully with Germans', das vom IFIM durchgeführt wurde.

Fallstudien und Rollenspiele mit dem deutschen Trainer verdeutlichten den Amerikanern, 'wie Deutsche ticken' und wie man als Amerikaner zu einer guten Zusammenarbeit beitragen kann.

Großes Erstaunen auch hier, wie unterschiedlich die deutsche und die amerikanische Geschäftskultur doch sind, aber auch große Begeisterung, mit den manchmal verwunderlichen Äußerungen und Vorgehensweisen der deutschen Kollegen künftig besser umgehen zu können.
"This training will be something that I can use every day", faßte der amerikanische Teamleiter seine Bewertung zusammen.


Deutsche Auslandsmitarbeiter klagen über fehlende Vorbereitung, mangelnde Betreuung und unzureichende Rückkehrplanung

(Rheinbreitbach 23.Febr.2001)

Ein Team um den Bayreuther Personalforscher Günter K. Stahl hat in der Zeitschrift für Personalforschung Nr. 14, 2000 unter dem Titel 'Auslandseinsatz als Element der internationalen Laufbahngestaltung' die Ergebnisse einer Befragung von knapp 500 deutschen Auslandsmitarbeitern in 59 Ländern veröffentlicht.

Zentrales Ergebnis: Die Befragten sind mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen in ihren Einsatzländern deutlich zufriedener als mit der Entsendungsgestaltung durch ihre Unternehmen. Bei letzterer wird vor allem die Rückkehrplanung kritisiert, aber auch Betreuung im Einsatzland und fachliche wie kulturelle Vorbereitung werden kritisch gesehen. Dagegen schneidet die Vertragsgestaltung noch vergleichsweise gut ab.

Genauere Analysen der Meinung der Unzufriedenen zeigen, daß schlechte Vertragskonditionen nur selten bemängelt werden, während die Vertragsverhandlungen häufig als unfair oder inkompetent geführt erlebt wurden.

Als zentrales Defizit der kulturellen Vorbereitung wird – nicht überraschend – beklagt, daß sie fehlte, vor allem, weil sie von den Unternehmen nicht für nötig gehalten wurde. Viele Auslandsmitarbeiter erleben jedoch vor Ort, daß sie wohl doch hilfreich gewesen wäre, allerdings nur, wenn sie nicht zu kurz, nur auf Faktenwissen konzentriert oder realitätsfern ist. Letzteres waren die zentralen Kritikpunkte derer, die zwar interkulturell vorbereitet wurden, damit aber nicht zufrieden waren.

Aus diesen und anderen Gründen kommt Stahl zu dem Ergebnis, daß die "Ziele, die längerfristig dem Aufbau von internationaler Kompetenz und Erfahrung im Unternehmen dienen, ... durch die aufgezeigten Defizite ... geradezu konterkariert" werden. Stahl weist darauf hin, "daß in den letzten Jahren vielfältige Ansätze entwickelt wurden, um Mitarbeiter ... auf das Leben und Arbeiten in einer fremden Kultur vorzubereiten" und schlußfolgert: "Dieses Methoden-Know-how nützt allerdings wenig, solange ... die Verfahren in der Praxis nicht stärker genutzt werden als dies bislang geschieht."

------------

Zeitschrift für Personalforschung
Nr. 14 / 2000
Hampp-Verlag, Mering


Ausgezeichnet: 
www.ifim.de erhält Auszeichnung als TOP BUSINESS SITE

(Rheinbreitbach 27.Febr.2001)

In der Begründung für die Auszeichnung heißt es: "Ihre Homepage www.ifim.de hat eindeutigen Nutzwert und wirtschaftlichen Bezug. Damit unterscheidet sie sich positiv von 90 % aller Internet-Seiten. Sie ist zudem schnell, übersichtlich und ansprechend gestaltet."

Vergeben wird die Auszeichnung vom Elektronischen Branchenbuch, das auf diese Weise besonders gelungene Business-Seiten empfiehlt. 

Daß das im Sommer letzten Jahres völlig neugestaltete Web gut ankommt, zeigt sich auch in der seither enorm gestiegenen Nutzung unseres Angebots: mit über 69.000 Hits wurde im Januar 2001 ein neuer Besucherrekord verzeichnet.

 


 

Copyright © 2003  IFIM GmbH. Nachdruck erwünscht. Belegexempar erbeten.
Stand: 16. April 2008